Vereinsausflug

Theres Wernli und David Herrmann, Vorstandsmitglieder

Eine muntere Truppe mit ca. 40 Vereinsmitgliedern traf sich morgens um 9 in der Schalterhalle um nach Gelterkinden zu fahren und von dort aus bei schönstem Wetter zu Michèle und Christoph Fankhauser auf den Riedererhof nach Buus zu wandern.

Wie meistens sorgte Thomas Brunner unser Ausflugsorganisator für zwei Varianten, eine „faule“ und eine für „Bergsteiger“. Nach einem kurzen, steilen Aufstieg trennten sich also die Wege oberhalb des Dorfes. Es ging vorbei an Wiesen und Obstbäumen der prächtigen Baselbieter Juralandschaft. Die Folgen des schlimmen Frühjahrsfrosts waren an den Bäumen gut zu erkennen. Bald ging es in den Wald hoch zur Rickenbacherflue. Das Schlimmste war nun geschafft und es ging fortan auf gemütlichen Wegen Richtung Buus. Die meisten erreichten ihr Ziel nach ca. 2.5h. Eine kleine Gruppe war da aber immer noch unterwegs: Sie waren falsch abgebogen und bemerkten ihren fatalen Fehlentscheid erst viel zu spät. Familie Fankhauser zeigte sich aber hilfsbereit und brachte die verlorenen Gruppenmitglieder mit dem Auto sicher auf den Riedererhof.

Die Tische standen für die durstige und hungrige Wandergruppe einladend gedeckt bereit. Pierre-Alain Niklaus und sein Sohn Miro, die den Stand der Familie Fankhauser auf dem Matthäusmarkt führen, hatten schon tatkräftig bei den Vorbereitungen mit angepackt.

Nach einem feinen Zmittag und vielen schönen Gesprächen führte uns Christoph Fankhauser über seinen Hof. Der biologisch-dynamisch geführte Betrieb produziert nach den Richtlinien von Demeter. Auf den Matthäusmarkt kommen Mehl und Eier, knackige Karotten und Fleisch von den Tieren des Hofes. 2001 wurde er in die Stiftung Edith Maryon integriert, mit dem Ziel mit biologisch-dynamischer Wirtschaftsweise die Fruchtbarkeit der circa 15 Hektar Kulturland und vier Hektar Wald an diesem Ort für die kommenden Generationen zu erhalten. Ausser auf den Matthäusmarkt werden die Hofprodukte an Demeter-Verarbeiter, Reformläden und Wochenmärkte geliefert. Satt mit Eindrücken und Essen wanderten wir dann am späteren Nachmittag weiter nach Buus und fuhren mit viel Sonne im Nacken nach Basel zurück.

 

Vereinsausflug 2016

Markus Pfändler, Vereinsmitglied

Vereinsausflug zur Familie Berger Handschin, Hof Leuenberg, Hölstein, 11. September 2016

Ja, an jenem Sonntag war noch Sommer, als wir uns wie eine generationenübergreifende Schulklasse im reservierten Wagon verteilten. In Sissach entstiegen wir dem Zug wieder, um Land zu betreten, das Baselland. Nach der Durchquerung des Gartens der Landwirtschaftlichen Schule „Ebenrain“ und der Überquerung der rauschenden Autobahn, ging’s in Serpentinen hoch auf den Rücken des nächsten Juraausläufers. Manch ein Schweisstropfen fiel auf den trockenen Waldboden oder wurde von Funktionswäsche aufgesogen. Oben hatten wir einen ersten, tüchtigen Durst.

Durch Wälder und Felder dem Mitagessen entgegen

Neben lichtdurchflutetem Blattwerk gab’s am Wegesrand auch einen schmelzenden Haufen aus Eiswürfeln und eine immer noch räuchelnde Grillstelle zu sehen. Hier musste vergangene Nacht eine Party gefeiert worden sein. Im wilderen Wald standen Gewächse mit den schönen Namen „Elsbeere“ und „Seidelbast“. In Reih und Glied hingegen sind die abgeernteten Kirschanlagen und die bald erntereifen Maisfelder gesetzt worden. Ausflügler verbrachten auf einem idyllischen Grillplatz ihre Mittagszeit. War ihnen bewusst, dass sich hier im Mittelalter eine Grabstätte befunden hatte, wie einer unscheinbaren Tafel zu entnehmen war? Unsere Wandergruppe hatte sich in die Länge gezogen und in kleinere Gruppen aufgeteilt. Am Ziel unseres Jubiläumsausflugs, dem Hof Leuenberg bei Barbara, Sarina und Heinz Berger Handschin, fanden alle wieder zusammen.

Most und Suppe zur Stärkung, Brunnenbad zur Kühlung

Mit Most, Kürbissuppe und Wienerli stillten wir unseren Hunger und Durst, bevor wir von Heinz und Barbara über ihren Hof geführt wurden. Die Kinder plantschten und badeten im Brunnentrog, und wir Grossen lernten, dass Futter nicht gleich Futter ist und dass die Essigfliege den Kirschbauern zu schaffen macht. Es bräuchte im kommenden Winter einen über 48 Stunden andauernden Frost, um ihre Population wesentlich einzudämmen (Anmerkung der Redaktion: Der Text entstand augenscheinlich vor der Kälterperiode vom Januar 2017. Ob diese den gewünschten Effekt hatte, ist noch nicht bekannt). Zum Kaffee gab’s Barbaras köstliche Linzertorte. Nun wissen wir, wo sie zubereitet wird.

Vielen Dank den Bergers und den OrganisatorInnen aus dem Vorstand. Bis bald auf unserem Matthäusmarkt.